Rettungsplan: Fachplanung alles aus einer Hand

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Holzhäuser und Brandschutz

Das ist kein Widerspruch!

Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist der Anteil an Kunststoffen im Bauwesen enorm angestiegen. Daraus ergibt sich, dass im Falle eines Brandes zunehmend toxische Bestandteile im Rauch enthalten sind. Umso mehr wir uns wieder den natürlichen Baustoffen zuwenden, umso besser für unsere Umwelt und uns.

Feuerwehrleute bevorzugen das Brandverhalten von Holz vor dem nichtbrennbaren Stahl, da sich das Versagen des Baustoffes durch lautes Krachen ankündigt. Stahl hat schon ab ca. 500ºC nur noch die Hälfte seiner Stabilität, der Baustoff beginnt dann weich zu werden und versagt plötzlich.

Und durch die seit 01.01.2008 eingeführte Holzbaurichtlinie (M-HFHHolzR) dürfen wir nun bis zu 5-geschossige Gebäude nur aus Holz bauen. Mit nichtbrennbarer Mineralfaser (Schmelzpunkt >1.000ºC) und Feuerschutzplatten ist die neue Anforderung "hochfeuerhemmend" zu erreichen. Allerdings wird es bei Bestandsbauten weiterhin problematisch bleiben, alle Kriterien der Holzbaurichtlinie zu erfüllen, als umsetzbar gilt sie nur für Neubauten.

Wichtig ist ein in allen Aspekten abgestimmtes Brandschutzkonzept!

Die korrekte Umsetzung auf der Baustelle sollte spätestens ab der Gebäudeklasse 4 von einem Brandschutz-Fachplaner betreut werden, da hier keine Überprüfung des Brandschutznachweises durch die Behörde vorgesehen ist (Art. 62 (2) BayBO).

Erläuterung der in Bayern neu eingeführten Gebäudeklassen - Wer darf den Brandschutznachweis aufstellen?


Tanja Seggelke | Architektin | Welfenstraße 15 | 81541 München | ts[ät]rettungsplan-muenchen.de